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Pressemitteilung vom 10.11.2011

Bildungspaket rasch korrigieren - Bremer Landesvorsitzender des SoVD schließt sich der bundesweiten Kritik an

Anlässlich der Zwischenbilanz zum Bildungspaket hat sich der Landesvorsitzende des Sozialverbands (SoVD) Bremen der Kritik des SoVD-Präsidenten Adolf Bauer angeschlossen. Auch für Gerd Meyer-Rockstedt, der erst jüngst in seinem Amt bestätigt wurde, ist es nicht überraschend, dass ein halbes Jahr nach dem Start des Bildungspakets die Bilanz so mager daherkommt. Hohe bürokratische Hürden und fehlendes Personal in den Jobcentern würden die Vermittlung spürbar erschweren.

Auch für Meyer-Rockstedt werden die betroffenen Kinder und ihre Familien durch stigmatisierende Gutscheinregelungen geradezu verschreckt. Die Bundesregierung darf sich stattdessen der Wahrheit nicht verschließen und muss zur Kenntnis nehmen, dass das Bildungspaket bei der Mehrheit der rund 2,5 Millionen Adressaten schlichtweg nicht ankommt.

Aus Bremer Sicht sei besonders die schwache Nachfrage nach Angeboten zur Lernförderung Besorgnis erregend. Um das Bildungspaket – gerade auch in Bremen und Bremerhaven - nicht weiter zu verstolpern, ist ein rascher und zielgerichteter Mix verschiedener Maßnahmen erforderlich. Dazu gehören neben dem Wegfall der Gutscheinregelungen und dem Einsatz von zusätzlichem Personal in den Jobcentern auch persönliche Anschreiben, mit denen die Betroffenen über mögliche Bildungsleistungen informiert werden.