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Der Volkstrauertag als Signal gegen Hass und Gewalt

Auch der Landesverband gedachte mit Kranzniederlegungen und bei einer zentralen Gedenkveranstaltung den unzähligen Kriegstoten und Opfern von Gewaltherrschaften in aller Welt. Um die Versöhnungsarbeit des Vereins Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge zu unterstützen, spendete der Landesverband eine größere Summe.

In diesem Jahr musste die zentrale Gedenkstunde zum Volkstrauertag in der Oberen Rathaushalle Corona-bedingt ausfallen. Die zentrale Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung auf dem Osterholzer Friedhoffand aber am 15. November auf dem Gräberfeld "K" statt.

Für mehr Toleranz und Respekt in der Gesellschaft

Dort richtete Bürgerschaftspräsident Frank Imhoff Grußworte an die Gäste der Veranstaltung: "Der Volkstrauertag steht für Versöhnung, für Verständigung und Frieden. Es ist ein Signal gegen Hass und Gewalt. Das war beim allerersten Volkstrauertag 1919 - nach den Schlachten des Ersten Weltkriegs so. Und das ist heute nach den Anschlägen von Wien, von Nizza wichtiger denn je. Auch bei uns hat es furchtbare Angriffe auf Andersdenkende,  Andersglaubende,  auf Politiker*innen gegeben... Deshalb ist es mir so wichtig, dass wir die Lehren aus dem Volkstrauertag ernst nehmen – auch die jüngere Generation. Unsere Gesellschaft braucht mehr Toleranz und Respekt. Das lehrt uns der Volkstrauertag."

Friedensarbeit, Verständigung und Versöhnung sind unerlässlich

Die alljährliche Veranstaltung wird vom Verein Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK), Landesverband Bremen, organisiert. Der Gedenktag stände aber auch für eine großartige Friedensarbeit, für Verständigung und Versöhnung, erklärte der Bremer Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte und wies darauf hin, dass der VDK Jugendbegegnungen und Workcamps organisiere und so Jugendliche aus ganz Europa im Zeichen von Verständigung und Versöhnung zusammenführe.

Eine völkerübergreifende Solidarität möglich machen

Ein Großteil seiner Tätigkeiten finanziert der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. weiterhin durch Mitgliedsbeiträge und Spenden. Auch in diesem Jahr spendete der Landesverband einen Betrag von 1.000 Euro an den befreundeten Bremer Landesverband des VDKs. „Wir dürfen nicht nachlassen, das Engagement des VDKs zu unterstützen“,  so der Erste Landesvorsitzende Joachim Wittrien,  „für viele Jugendliche sind die zwei Weltkriege schon sehr weit entfernt. Unsere Gesellschaft muss sie wieder ins Boot holen,  denn Frieden und Freiheit sind ein hohes Gut, das wertgeschätzt und gepflegt werden muss. In den Workcamps erhalten die jungen Menschen nicht nur einen Blick auf unsere Geschichte, sondern erleben durch das gemeinsame Handeln mit anderen Jugendlichen aus Europa eine völkerübergreifende Solidarität.“

Kranzniederlegungen als Zeichen des stillen Gedenkens

Der Landesverband war in diesem Jahr jedoch nicht nur bei der zentralen Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung auf dem Osterholzer Friedhof zugegen; der Erste Landesvorsitzende Joachim Wittrien sowie die Kreisverbandsvorsitzenden Karl-Otto Harms und Klaus Möhle legten auch Kränze an den Gedenkstätten in Bremen-Nord, Bremerhaven und Bremen-Osterholz nieder. Sie wurden begleitet von zahlreichen Mitgliedern aus den jeweiligen Ortsverbänden.

Info zum Titelfoto: Bürgerschaftspräsident Frank Imhoff spricht auf dem Osterholzer Friedhof

Weitere Impressionen zur Kranzniederlegung in Bremen-Nord und Bremerhaven