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Ein neuer Vorstand für den Landesverband

Drei Wahlgänge an einem Wochenende! Das letzte Maiwochenende werden rund 70 Delegierte des Landesverbandes Bremen länger in Erinnerung behalten: Vor der Wahl der Bremischen Bürgerschaft und des Europäischen Parlaments stand die Wahl des neuen Vorstands auf der Agenda. Sie fand im Rahmen der 20. Landesverbandstagung im Forum K des Rote-Kreuz-Krankenhauses in der Bremer Neustadt statt.

Begrüßung durch Joachim Wittrien

Der 1. Vorsitzende Joachim Wittrien begrüßte die rund 90 Anwesenden und Gäste. Er gab einen kurzen Einblick in den Arbeitsalltag: „Wir haben viel zu tun“, sagte Wittrien, „die Sozialgesetzgebung ist so sehr im Wandel wie nie zuvor. Themen wie Inklusion, Rente, soziale Sicherung, Pflege und Wohnen bestimmen die Arbeit unseres Verbands. Daneben haben wir die Pflicht, zugunsten sozial Benachteiligter mit Nachdruck Korrekturen von Politik und Gesellschaft einzufordern.“ Wittrien dankte allen ehren- und hauptamtlichen Kräften für ihr Engagement.

Grußwort von Adolf Bauer

Dem schloss sich Adolf Bauer, Präsident des Sozialverbands Deutschland, an: „Es ist beeindruckend, wie sich der Landesverband mit nun rund 12.000 Mitgliedern entwickelt hat“, sagte Bauer, „er ist zu einem verlässlichen Partner für Menschen in Bremen und Bremerhaven geworden.“ In seinem Grußwort griff er Themen wie Grundrente, Schere zwischen arm und reich, Niedriglöhne und Mindestlohn auf. „Für zu viele gab es bittere persönliche Erfahrungen“, so Bauer, „diese Entwicklungen lösen soziale Ängste aus, die von rechten Parteien benutzt werden. Wir brauchen wieder mehr Solidarität!“ Den SoVD sieht er als Institution, die Lobbyarbeit für alle, die Unterstützung benötigen, leistet.

Grußwort von Dr. Carsten Sieling

Bürgermeister Dr. Carsten Sieling (SPD) bedankte sich im folgenden Grußwort für die Arbeit des Landesverbands, die die politische Diskussion in vielen Dingen begleite. Sieling ging auf die fehlende Perspektive von Langzeitarbeitslosen in Zeiten einer boomenden Wirtschaft sowie auf die Wohnungsnot in Bremen ein. Er schloss mit dem Appell, am nächsten Tag wählen zu gehen: „Es ist wichtig, dass sich die ganze Gesellschaft rechtspopulistischen Parteien entgegenstellt!“

Grußwort von Antje Grotheer

Seine Parteikollegin Antje Grotheer, Präsidentin der Bremischen Bürgerschaft, berichtete in ihrer Rede davon, dass in Bremen auch betreute Menschen wählen dürften. „Ich bin sehr stolz darauf, dass wir dies fraktionsübergreifend auf den Weg gebracht haben!“ Auch sie appellierte an die Anwesenden, wählen zu gehen.

Weitere Grußworte 

In den folgenden Grußworten war der Urnengang immer präsent: Kristina Vogt, Fraktionsvorsitzende der Fraktion DIE LINKE, zeigte sich stolz über die fraktionsübergreifende Solidarität in der Bremischen Bürgerschaft gegen rechts. Thomas Röwekamp, Fraktionsvorsitzender der CDU, bekannte sich zu seinem Traum „einmal ein Landesparlament zu haben, das rechtspopulistische Parteien keine Heimat bietet“. Dietmar Werstler, Bremer Landesvorsitzender des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V., berichtete über die europaweite Gedenk- und Erinnerungskultur von jungen Menschen. „Wir stehen für Europa und setzen uns dafür ein“, so Werstler.

Ehrungen

Die Tagung umfasste neben Berichterstattungen und Aussprachen auch die Ehrung zweier Mitglieder: Landesschatzmeister Thomas Wolter für seine fünfjährige ehrenamtliche Tätigkeit und Georg von Groeling-Müller für 71 Jahre Mitgliedschaft beim Landesverband. Der 92-Jährige erhielt eine Ehrenmedaille.

Wahl des neuen Vorstands

Im anschließenden Wahlgang bestätigten die Delegierten Joachim Wittrien mit großer Mehrheit in seinem Amt als Landesvorsitzender. Adolf Bauer zählte zu den ersten Gratulanten. „Für die kommenden vier Jahre wünsche ich eine harmonische Arbeit, die Stabilisierung der Situation in den Orts- und Kreisverbänden und eine erfolgreiche Mitgliederbindung“, so der SoVD-Präsident.

Die weiteren Wahlgänge ergaben Veränderungen im Vorstand: Erstmals seit langer Zeit gibt es mit Christiane Kuhn eine zweite Landesvorsitzende, Karl-Otto Harms wurde als zweiter Landesvorsitzender gewählt. Landesschatzmeister bleibt Thomas Wolter. Neue Landesfrauensprecherin ist Ute Dreyer; zum neuen Landesschriftführer wurde Klaus Möhle gewählt.

Wahl von Beisitzerinnen und Beisitzern sowie Revisoren

Auch im erweiterten Vorstand gibt es bekannte und unbekannte Gesichter: Als Beisitzerinnen und Beisitzer werden nun Renate Busau, Christian Darge, Mario Grafe, Helga Harms, Heino Kruppa, Rainer Kuhn, Arno Lameyer, Petra Poggenhorn, Uwe Poggenhorn, Martina Rudolph, Jens Walter-Sentker und Edith Wittrien tätig sein. Als Revisoren wurden gewählt: Michael Dreyer, Jürgen Sandmann und Alfred Wiezorrek, vertreten von Peter Senger, Günter Wolff und Hans Delecat. Mitglieder der Landesschiedsstelle sind nun Diana Maleschewski, Wilfried Schadock, Simone Witte und im Vertretungsfall Walter Stubben.

 

Bildinfo zum Titelfoto

Der neue Vorstand stellt sich vor: Landesfrauensprecherin Ute Dreyer, 1. Vorsitzender Joachim Wittrien, Landesschatzmeister Thomas Wolter, 2. Vorsitzender Karl-Otto Harms, Landesschriftführer Klaus Möhle sowie 2. Vorsitzende Christiane Kuhn (von links)

 

Impressionen vor der Tagung