Die Stimmung war engagiert, kämpferisch und von großer Verärgerung geprägt. Viele der Anwesenden kritisierten die geplanten Kürzungen im Sozial- und
Gesundheitsbereich, die aus ihrer Sicht erneut vor allem Menschen mit geringem Einkommen und besonderem Unterstützungsbedarf treffen.
In den Redebeiträgen wurde deutlich, dass viele diese Entwicklungen als schrittweisen Abbau des Sozialstaats wahrnehmen.
Die Kundgebung machte sich insbesondere für soziale Gerechtigkeit, die Festigung einer auskömmlichen Rente, den Erhalt eines leistungsfähigen Gesundheitswesens und guten Pflegesystems und Investitionen in die Sicherung und den Ausbau der sozialen Infrastruktur stark. Die Teilnehmenden forderten eine solidarische und faire Verteilung gesellschaftlicher Lasten.
Die hohe Beteiligung an der Kundgebung und die intensive Atmosphäre unterstrichen, wie wichtig diese Themen für sehr viele Menschen sind.
Für den Sozialverband Bremen erklärte der Landesschatzmeister und Sprecher des Sozialpolitischen Ausschusses, Klaus Möhle: „Diesen vorgesehenen oder gar schon beschlossenen Kürzungen treten wir mit allem Nachdruck entgegen. Sie sind nämlich nach unserer klaren Auffassung absolut nicht richtig. Denn sie treffen in allererster Linie diejenigen, die der besonderen Hilfe unserer Gesellschaft bedürfen.“
Der 1. Vorsitzende Joachim Wittrien betonte: „Solche Kundgebungen wie heute sind von ganz besonderer Wichtigkeit für uns als Landesverband aber auch für alle Organisationen und Teilnehmenden. Wir zeigen der Politik auf diese Weise ganz deutlich, dass wir nicht bereit sind, die erheblichen Einschnitte in das System der sozialen Sicherung hinzunehmen. Die Maßnahmen sollen die Axt an die Wurzeln des Sozialstaats legen. Aber nach unserer festen Überzeugung können wir uns diesen entgegen der häufig vertretenen aktuellen politischen Auffassung sehr wohl leisten, wenn man nicht an der falschen Stelle spart und es in unserem Lande gerecht zugeht. Daher bedanken wir uns bei allen Teilnehmenden, die heute Solidarität gezeigt und ein deutliches Zeichen für einen starken Sozialstaat gesetzt haben“.
