Grußworte
Liebe Mitglieder,
es ist geschafft – die Weichen wurden erfolgreich gestellt: Im Sommer haben die Delegierten der Landesverbandstagung durch ihre Entscheidungen und durch die Wahl des Landesvorstandes einen wichtigen Schritt für die nahe Zukunft getan. Wir haben dabei zehn Sozialgebote verabschiedet, die die sozialpolitische Arbeit prägen. Der sozialpolitische Ausschuss zur Unterstützung des Landesvorstandes hat darüber hinaus seine Arbeit aufgenommen und unterstützt den Landesvorstand in einem sehr umfangreichen Maße.
Auch mit Herrn Bürgermeister Jens Böhrnsen habe ich Kontakt aufgenommen, und ihm unsere gravierenden Bedenken bezüglich des Gesetzentwurfs zur "Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt" mitgeteilt. Darüber hinaus haben wir Herrn Böhrnsen unsere Anregungen und Vorschläge unterbreitet und ihn ersucht, diesem Gesetzentwurf im Bundesrat so nicht zuzustimmen. Erfreulich ist, dass es in dieser Angelegenheit auch in Zukunft eine Zusammenarbeit mit dem Präsidenten des Senats geben wird.
Die Entwicklung der Renten gibt längst nicht mehr nur noch bei den über 20 Millionen Rentnern Anlass zur Sorge, sondern auch bei den zukünftigen Rentnern. Studien belegen, dass die Menschen im Alter zu arm sein werden, um ihren bisherigen Lebensstandard in der gewohnten Umgebung halten zu können. Somit ist bereits jetzt klar: Auch in Bremen wird die Altersarmut erheblichen ansteigen.
Mehr als 10.100 Bremer Rentner werden im Jahr 2020 auf die staatliche Grundsicherung im Alter angewiesen sein – das jedenfalls ist das Ergebnis einer Studie. In Bremen und Bremerhaven mussten bereits im vergangenen Jahr 21 von je 1000 Einwohnern Grundsicherung in Anspruch nehmen. Im Vergleich zum gesamten Bundesgebiet ist das übrigens der höchste Wert. In Thüringen und Sachsen sind es gerade einmal 7 von 1000. Diese Entwicklung darf so nicht weitergehen!
Der Bremer SoVD-Landesverband, ist mit seinen 11.980 Mitgliedern eine starke Gemeinschaft in Bremen. Es ist mehr als schlimm, dass unsere Mitglieder gerade in der nun beginnenden Adventszeit mit Sorge auf die Rentenentwicklung schauen müssen.
Ein weiteres, ganz wichtiges Thema, dem wir uns annehmen müssen, ist die Gesundheitsversorgung. Was passiert beispielsweise nach einer Operation? Zwar wurde hier eine Gesetzesänderung erkämpft, aber nun ist Bedarf ist der Umsetzung, insbesondere in allen Satzungen der Krankenkassen. Die Sozial- und Rechtsberater sowie die Rechtsvertreter der Geschäftsstellen kämpfen täglich für die Rechte unserer Mitglieder. Dies werden wir auch weiterhin mit unserer ganzen Überzeugung tun - und wollen unsere Aktivitäten dabei noch ausbauen.
Ich möchte mich an dieser Stelle recht herzlich bei allen mitwirkenden Funktionären bedanken, die die tägliche Arbeit und das Miteinander in den Orts- und Kreisverbänden gewährleisten. Sie halten die Solidargemeinschaft gerade hier im Land Bremen zusammen.
Das gemeinschaftliche Auftreten, beispielsweise auf einer Messe in Bremerhaven oder die traditionelle BreNor in Bremen-Nord oder auf der Seniora in Bremen oder, aber auch mit den vielen Infoständen, ist die besondere Stärke unseres Verbandes. Ohne die unermüdliche Mitarbeit aller Funktionäre wäre ein solches Engagement beziehungsweise ein solches Angebot nicht möglich. Ein ganz besonderer Dank geht deshalb an diese Mitglieder.
Aber auch denjenigen unter Ihnen, die dem Sozialverband bereits seit 40 Jahren und länger die Treue halten, möchte ich ein großes Dankeschön sagen. Ich wünsche Ihnen – und allen anderen natürlich auch - eine besinnliche Adventszeit. Verbringen Sie - trotz aller sozialen Nöte – ein wunderschönes Weihnachtsfest im Kreise ihrer Freunde, ihrer Familie, Verwandten und Bekannten.
Und natürlich wünschen ich Ihnen bereits jetzt einen guten Start ins Jahr 2012.
Gerd Meyer-Rockstedt
Landesvorsitzender