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Gespräch mit Direktorin der Bremer Landesmedienanstalt

Mitte Januar kam die Direktorin der Bremer Landesmedienanstalt, Frau Cornelia Holsten, in die SoVD-Landesgeschäftsstelle, um mit dem 1. Landesvorsitzenden des SoVD Bremen, Herrn Joachim Wittrien, ein Fachgespräch zu führen. Mit dabei waren das Mitglied des SoVD im Landesmedienrat, Frau Renate Holst, und der Sprecher des Sozialpolitischen Ausschusses, Herr Henry Spradau.

Informationsfluss und Kontaktpflege

Das Gespräch diente der gegenseitigen Information und der Kontaktpflege. So stellte Herr Wittrien den SoVD, seine Aufgaben und Strukturen vor. Er erläuterte insbesondere die vielfältigen Aktivitäten im Jahr des 100jährigen Jubiläums des Verbandes (2017), wie Festveranstaltung im Rathaus, Ausstellung in der unteren Rathaushalle, Vorführung des vom SoVD geförderten Filmes „All inclusive“, Beteiligung an der Ausstellung „Lieblingsräume“ des Martinsclubs Bremen im Universum, Unterstützung von anderen Organisationen, Beteiligung am Lauf zur Venus der Bremer Krebsgesellschaft, und vieles andere mehr. Er hob die besondere Bedeutung hervor, die Rundfunk und Fernsehen auch für die Wahrnehmung der Aufgaben des SoVD haben. So ist der SoVD Bremen Mitglied im Landesmedienrat und hat ferner einen Sitz im Hörfunkrat des Deutschlandradios. 

Frau Holsten stellte die Aufgaben der Landesmedienanstalt dar. Dazu gehört insbesondere die Aufsicht über die privaten Anbieter von Rundfunk und Fernsehen im Land Bremen sowie die Durchführung und Förderung von Initiativen, Veranstaltungen, Kooperationen und Projekten im Medienbereich. Zum Verantwortungsbereich der Landesmedienanstalt gehören ferner die Bürgermedien mit Offenem Kanal und Ereignisrundfunk, die Übertragung der Sitzungen der Bremischen Bürgerschaft und die Förderung der Regionalsprache Niederdeutsch. Ein bedeutsamer Bereich ist außerdem die Förderung der Medienkompetenz zu einem aktiven und bewussten Umgang mit Medieninhalten. Besondere Bedeutung hat auch die Förderung der Barrierefreiheit von Fernsehsendungen durch Untertitlung, Einsatz der Gebärdensprache und Audiosubkription.

Inklusion und Belange älterer Menschen in den Fokus rücken

Frau Holsten ist seit Januar dieses Jahres die neue Vorsitzende der Direktorenkonferenz aller Landesmedienanstalten (DLM) mit einer Amtszeit von zwei Jahren. Sie war vorher bereits seit 2013 stellvertretende Vorsitzende. Sie führt ferner den Vorsitz in der Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK). Eine der besonderen Schwerpunkte der Arbeit der Direktorenkonferenz kann die Bemühung um eine noch stärkere Berücksichtigung der Bedürfnisse derjenigen Menschen sein, für deren Interessen auch der SoVD in besonderer Weise eintritt. So ist es nach Auffassung der Gesprächsteilnehmer wünschenswert, dem Thema Inklusion im Bereich des privatrechtlichen Rundfunks und Fernsehens noch mehr Aufmerksamkeit zuzuwenden. Ebenfalls ist auf die Belange von älteren Menschen in diesen Medien besonders einzugehen. Die Besprechungsteilnehmer verabredeten, ihren Meinungsaustausch fortzusetzen und gegenseitig Informationen auszutauschen. Ziel soll die Planung gemeinsamer Vorhaben sein. Als nächste Schritte wurden vereinbart, die Zusammenarbeit zwischen den Medienanstalten und dem SoVD auf der Bundesebene im politischen und fachlichen Bereich zu verabreden.

Bildinfo

Zum intensiven Meinungsaustausch trafen sich Cornelia Holsten, Direktorin der Bremer Landesmedienanstalt, der 1. Landesvorsitzende Joachim Wittrien, Renate Holst als SoVD-Mitglied im Landesmedienrat sowie Henry Spradau, Sprecher des Sozialpolitischen Ausschusses (von links).