Friedehorst-Stiftung zu Gast

Nachdem der SoVD im Januar 2017 bereits ein Fachgespräch im Berufsförderungswerk (BFW) der Stiftung Friedehorst geführt hatte, wurde der verabredete Gesprächsfaden bei einem Zusammentreffen mit dem Vorsteher der Stiftung Pastor Michael Schmidt und seinem Kollegen im Vorstand Onno Hagenah wiederaufgenommen. Vom SoVD waren der Landesvorsitzende, Joachim Wittrien und der Sprecher des Sozialpolitischen Ausschusses, Henry Spradau, an dem Gespräch beteiligt.

Informationsaustausch über die Stiftung Friedehorst 

Die Vertreter von Friedehorst schilderten die verschiedenen Tätigkeitsbereiche der Stiftung. Dazu gehören Angebote der Altenhilfe und für Menschen mit Behinderung einschließlich ambulanter Pflegedienste; ferner das BFW mit Angeboten der beruflichen Rehabilitation, auch im Bereich des Landes Niedersachsen; die Altenpflegeschule; das Neurologische Rehabilitationszentrum und das Nebelthau-Gymnasium. Friedehorst ist mit circa 1.400 Beschäftigten der größte Arbeitgeber in Bremen-Nord. Bereits seit 15 Jahren gibt es eine Zusammenarbeit mit der Werkstatt Bremen Martinshof in Form von besonderen Arbeitsangeboten für Menschen mit Behinderungen, die jetzt noch einmal intensiviert wurde.

Informationsaustausch über den Sozialverband 

Die Vertreter des SoVD erläutern die Entstehung und Ziele des Verbandes, insbesondere auch die Vorstellungen, wie sie u. a. im Sozialpolitischen Programm von 2015 niedergelegt sind. Joachim Wittrien schildert die Wahrnehmung der unterschiedlichen sozialen Aufgaben und die Einrichtungen des Verbandes u. a. im Bereich der beruflichen Rehabilitation. Er stellte auch die Möglichkeiten des Verbandes zur Politikberatung, die Interessen- und Rechtsvertretung seiner Mitglieder und die sonstigen Satzungsaufgaben dar.

Gemeinsame Berührungspunkte 

Die Gesprächsteilnehmer stellten eine Reihe von Berührungspunkten in ihrer jeweiligen Arbeit fest. Dazu gehört u. a. das Eintreten für eine sachgerechte Weiterentwicklung der Pflege mit guten Rahmenbedingungen, einer Sicherstellung der notwendigen Qualität und des Fachkräftebedarfes sowie einer der Schwierigkeit und Bedeutung entsprechenden angemessenen tariflichen Vergütung der Tätigkeiten. Im Bereich der beruflichen Rehabilitation sind weitere Maßnahmen und Anstrengungen zu einer umfassenden beruflichen Teilhabe auch für schwerer betroffene Menschen mit Behinderung erforderlich. Im Bereich der beruflichen Rehabilitation ist die Erörterung von Kooperationsmöglichkeiten vorgesehen. 

Sowohl die Stiftung Friedehorst als auch der SoVD wissen sich den Zielen der UN-Behindertenrechtskonvention und einer inklusiven Gesellschaft in allen Lebensbereichen in besonderer Weise verpflichtet. Im schulischen Bereich unterstreichen beide Seiten die Notwendigkeit, die schulische Inklusion fortzuentwickeln und unbedingt mit den erforderlichen personellen und finanziellen Ressourcen auszustatten. Der SoVD hat dazu im Rahmen des Bremer Memorandums – Inklusion in Schule und Bildungspolitik – Stellung bezogen.

Die Teilnehmer haben verabredet, weiterhin im Kontakt zu bleiben, gegenseitig Informationen auszutauschen und das Gespräch bei passender Gelegenheit fortzusetzen. 

Bildinfo

Am Gespräch beteiligt waren Pastor Michael Schmidt, Vorstandsmitglied Onno Hagenah, Landesverbandsvorsitzender Joachim Wittrien und der Sprecher des Sozialpolitischen Ausschusses Henry Spradau (von links).