SoVD Bremen
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6 Tage Polen mit dem SoVD LV Bremen
01.10.2007
Auf einem Sonntag im September ging es frühmorgens für einige Ortsverbände aus dem Kreisverband Bremen – Nord auf in Richtung Polen. Nachdem der Reisebus weitere Gäste und Mitglieder des SoVD am Hauptbahnhof und im Bremer Süden aufgenommen hatte, ging es letztlich auf die lange Reise zum ersten Stopp nach Krangen. Der polnische Reiseveranstalter Aktiv Tours Polen, vertreten durch den Inhaber Herrn Michael Jasiczek, sorgte dafür, dass die Mitglieder des SoVD, Landesverband Bremen, einen komfortabel ausgestatteten Reisebus zur Verfügung hatten. Auf der Fahrt gen Osten sorgten Mitglieder der Reisegruppe auf einem Zwischenstopp für ein morgendliches Frühstück, während der Busfahrer „Eddy“ und seine Frau Svetlana für frischen Kaffee sorgte. Nach der Einnahme von belegten Broten, Obst und Kaffee ging es weiter Richtung Osten. An der Grenze musste die Reisegruppe jedoch einen Zwangsaufenthalt hinnehmen, da die polnischen Grenzbeamten mit den Reisepapieren des Busfahrers ein besonderes Problem hatten, obwohl diese in Ordnung waren. Hier wurde deutlich, dass die schwergängige Bürokratie nicht nur in Deutschland dem einzelnen Bürger Schwierigkeiten machte. Dass jedoch ein Personalausweis abgelaufen war, war an dieser Stelle das kleinere Problem. Nach diesem Zwangsaufenthalt an der Grenze wurden die Reisenden mit einem zuvorkommenden Hotel in Krangen, Schloss Podewils, mehr als entschädigt. Die Reisegruppe wurde von der Hotelbelegschaft bereits erwartet und herzlich empfangen. Kreisvorsitzender Joachim Wittrien und Ortsverbandsvorsitzende Ingrid Macholz sorgten während der Anreise telefonisch dafür, dass die Reisegruppe trotz der Verspätung ein entsprechendes Abendessen zu später Stunde einnehmen konnte. In der gemütlichen Runde beim Abendessen vergaß man schnell die Strapazen des Tages. Man konnte abends in dem Schloss Podewils entsprechend entspannen und die Ruhe des Hotels, gelegen an einem See, genießen. Bei einem gemütliches Beisammensein in der Bar und den Räumen des Restaurants fand der Abend einen angenehmen Ausklang. Nachdem die Gäste eine ruhige Nacht in dem einem Schloss nachempfundenen Stil und entsprechend eingerichteten Zimmern verbracht hatten, konnten die Teilnehmer ein reichhaltiges Frühstück vom Büfett des Hotels einnehmen. Nach diesem Frühstück nutzten einige Gäste, um eines der schönsten Bauwerke Hinterpommerns, das Schloss zu Krangen, in seiner gesamten Pracht im Hellen zu genießen. Das Schloss liegt in einem 2,6 Hektar großen Park im Grünen, wobei der hinter dem Schloss gelegene See die Idylle abrundete. Hier wurden dann entsprechend auch Fotos mit den Teilnehmern gemacht.
Der zweite Tag galt der Weiterfahrt nach Gdynia. Hier war das Ziel das Hotel Gdynia. Es handelte sich um das erste Haus am Platz. Ein Zwischenstopp an der Ostsee, in Utska, rundete diese Fahrt zu einem besonderen Erlebnis ab. Hier haben die Mitglieder den weißen Sandstrand genießen können, bevor sie dann weiter in Richtung Stettin fuhren. Den Rest des Tages bis zum Abendessen hatten die Teilnehmer Zeit, ihren Urlaubsort ein bisschen näher kennen zu lernen. Viele nutzten daher die Gelegenheit das nahe dem Hotel gelegene Einkaufszentrum zu erkunden und die typisch polnischen Geschäfte zu besuchen. Die Modernisierung machte auch in diesem Bereich der Stadt keinen Halt. Nach dem Abendessen nutzten einige Teilnehmer der Reisegruppe den schönen Sommerabend für einen Sparziergang, um den Hafen zu erkunden. Angelockt wurden die Gäste durch den Anblick des Hafens von ihrem Hotel, da das Hotel direkt am Meer lag.
Am dritten Tag machte die Reisegruppe nach dem Frühstück sich auf den Weg nach Danzig. Hier in Danzig war es insbesondere die Langgasse, die die Reisenden beeindruckte, wo ein typisch polnischer Baustil zu erkennen war. Beeindruckend waren insbesondere die gestalteten Fassaden der Häuser und die entsprechenden Geschäfte. Neben dem Neptunbrunnen hob sich das Rathaus architektonisch besonders hervor. Die Teilnehmer wurden mit einer deutschsprachigen Professorin einer polnischen Universität durch die Stadt geführt. Nach der Stadtführung bot sich für alle noch die Gelegenheit, die Langgasse bzw. die Stadt in Eigenregie zu erkunden. Hierzu wurden entweder Geschäfte besucht oder ein Mittagessen in einem typisch polnischen Lokal eingenommen.
Besonders beeindruckt waren die Zeitzeugen, die älteren Teilnehmer der Reisegruppe, von dem Zwischenstopp an der Westerplate. An dieser Stelle fachsimpelte man über alte Zeiten und man sprach über Erinnerungen aus vergangenen Zeiten. Bei diesen Erinnerungen machte sich bei einigen auch ein wenig Wehmut breit, wenn sie an ihre Kindheit dachten und daran wo sie aufgewachsen sind. Ehrenvorsitzender des Landesverbandes Bremen, Karl Lüneburg, wusste hierzu viel zu berichten.
Der vierte Tag, beginnend mit dem Frühstück im Hotel Gdynia, sah einen Besuch der Markthallen vor. Hierbei handelt es sich um ein überdachtes Gebäude, in dem ein sehr großer Markt mit vielen kleinen Ständen Spezialitäten von Polen angebot. Der eine oder andere fand hier ein entsprechendes Reisesouvenir. Andere wiederum nutzten die Möglichkeit, günstig im Vergleich zu Deutschland, Kleidung, Schmuck und Bernstein einzukaufen. Nach dieser Shopping-Tour ging die Fahrt weiter zu einem Teil der Dreistadt (Gdynia, Sopot, Danzig, die Grenzen zwischen diesen Städten waren fließend) nach Sopot. Hier konnte man den faszinierenden langen Steg in die Ostsee genießen. Von diesem Steg aus hatte man einen hervorragenden Blick auf das Grand Hotel zu Sopot. Nach dem Besuch dieses langen Steges nutzten viele die Gelegenheit, in der Ostsee – Stadt zu bummeln, Kaffe zu trinken, sich mit Leckereien zu verwöhnen und typisch polnische Spezialitäten zu genießen. Während des Aufenthaltes in Sopot organisierte der Reiseveranstalter Aktiv Tours Polen durch den Inhaber Herrn Michael Jasiczek eine persönliche Vorstellung des Klosters der Heiligen Birgitta in Danzig (Oliva). Hierbei handelt es sich um ein umgebautes Kloster, das für Reisegruppen zur Verfügung gestellt wird, die insbesondere Wert auf soziale Geselligkeit legen. Das uralte Kloster wurde entsprechend hergerichtet und man fühlt sich in eine weit zurückliegende Zeit zurückversetzt. Die Räumlichkeiten vermitteln dem Gast eine besondere Ruhe, aber auch ein ritterliches Gefühl an der großen Tafel bei einem gemeinsamen Essen.
Nachdem die Reisenden wieder in die Gdynia ankamen, wurde nach dem Abendessen gepackt und ein letzter gemeinsamer Abend in Gdynia verbracht, denn am Donnerstag ging die Fahrt wieder in Richtung Heimat mit einem Zwischenstopp in Stettin. Trotz der an sich kurzen Strecke benötigt ein Reisebus mangels Autobahn das Doppelte einer vergleichbaren Strecke in Deutschland. Diese Fahrzeit konnte jedoch dazu genutzt werden, die schöne polnische Landschaft und die entsprechenden Dörfer besser zu genießen. Nach einer längeren ausgedehnten Mittagspause machte der Fahrer Eddy noch einen Zwischenstopp, damit die Mitglieder typisch polnischen Honig in den am Straßenrand gelegenen Ständen zu kaufen. Erst in den frühen Abendstunden erreichte die SoVD – Gruppe das zentral gelegene, mit einem großen Einkaufszentrum in der Nachbarschaft, befindliche Hotel. Diese günstige Lage nutzten viele noch für einen Einkaufsbummel und um ihre letzten polnischen Zlotys in Polen zu lassen. Der Abend wurde gemeinsam in der Hotelbar verbracht und viele erinnerten sich an die angenehme Reise.
Freitagmorgen fragten sich viele Teilnehmer beim Frühstück, wo denn die Zeit geblieben sei. Auch auf dieser Rückfahrt wurde wieder bei Pausen für Snacks gesorgt, so wurde Obst, und mal was ganz besonderes, Chips, gereicht. Der Grenzübergang war an diesem Tag unproblematisch, so dass eine schnelle Heimfahrt angetreten werden konnte.
Insgesamt handelte es sich um eine ruhige und gelassene und ohne Stress behaftete erholsame Fahrt durch Polen, die durch den Busfahrer Eddy und seiner Ehefrau Svetlana sehr angenehm gestaltet wurde. Die Gäste im Bus wurden immer mit Kaffee, mit Bockwürsten und Erfrischungsgetränken und anderen „Getränken“ versorgt. Der Weitsicht von Eddy war es zu verdanken, dass der am Freitag drohende Stau um Hamburg durch die Baustellen weiträumig umfahren werden konnte, denn Eddy wählte den Weg über Magdeburg zurück. Abends gegen 19.30 Uhr trafen die Reisenden wieder in Bremen ein, jedoch mussten die Gäste aus Bremen – Nord, auch wenn sie am Beginn der Reise die Ersten im Bus waren, erst die Stationen Bremen – Süd, Hauptbahnhof und dann erst Bremen – Nord anfahren. Für den Ehrenvorsitzenden Herrn Karl Lüneburg, begleitet durch seine Ehefrau, war dies eine besondere Reise, auf der er mit Wehmut über die vergangenen Zeiten unserer Geschichte nachdachte.
Die Mitglieder der Ortsverbände Bremen Hemelingen-Arbergen-Mahndorf, Kattenturm-Kattenesch, Lesum, Neustadt, Blumenthal und Farge blicken erfreut auf die vergangene Zeit zurück, und insbesondere erinnern sich diese Gäste gerne an den Aufenthalt am Schloss Podewils. Besonders schmeichelnd war der Abschied vom Schloss Podewils, denn die Belegschaft stand bei Abfahrt des Reisebusses aneinander gereiht am Ausgang und verabschiedete sich winkend von den Gästen des SoVD. Den Kontakt zum Reiseveranstalter hatten Herr Joachim Wittrien und Frau Ingrid Macholz hergestellt. Scheinbar hatten beide auch für die Reise das schöne Wetter gebucht, so dass ohne Probleme die Regenschirme des SoVD im Gepäck bleiben konnten. Die Reisegruppe hat wieder festgestellt: Polen ist immer eine Reise wert.
Fotos, Text, Lars Müller Landegeschäftsführer SoVD LV Bremen
Das Bild zeigt die Reisegruppe vor den hinteren Treppen des Schloss Podewils.
